6. Alternative Unterrichtsmethoden

Grundschule

In allen vier Jahrgangsstufen der Grundschule hat sich fächerübergreifender Unterricht bewährt, dabei eignen sich besonders die Fächer Deutsch, Sachunterricht und Kunst, aber auch eine Verbindung mit den Fächern Mathematik, Kunst und Religion ist möglich. Als besonders geeignet erweisen sich naturkundliche und jahreszeitliche Themen.

 

Freitags werden in der 5. Stunde mehrere Projekte angeboten, die jahrgangsübergreifend stattfinden. Die Schüler entscheiden sich für ein halbes Jahr, dann wählen sie ein neues Projekt.

 

In Projekttagen werden Themen wie z.B. Indianer oder Ritter erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem praktischen Tun. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Schüler abschließend der Schulgemeinde in Form von Ausstellungen und Aufführungen.

 

Gymnasium Frankfurt

Eine fächerübergreifende Projektwoche fand erstmalig im Schuljahr 2000/2001 für alle Jahrgangsstufen statt. Dabei betreuten jeweils zwei Fachlehrer einen Klassenverband bzw. die Tutoren ihre jeweilige Tutorengruppe. Für die Unter- und Mittelstufe wählten die Klassenlehrer geeignete Themen aus, z.B. “Frankfurt Seen Through Young Eyes“, ein fächerübergreifendes Projekt für Englisch und Erdkunde in Klasse 6, oder „Drogen- und Gewaltprävention“ in Zusammenarbeit der Fächer Deutsch und Biologie in Klasse 8. Für die Oberstufe wurden Themen vorgegeben, wie z. B. “Utopia“ oder „Nationalismus und Totalitarismus“. Die Weiterführung der Montessori-Arbeit am Gymnasium und insbesondere das Konzept der Freiarbeit ermöglichen es, Projekte im laufenden Schuljahr einzuplanen und umzusetzen. Als Beispiele hierfür können das „Lernen lernen“-Projekt in den Montessori-Klassen 5 und 6, das einen Zeitraum von 8-10 Unterrichtsstunden umfasst und innerhalb einer Woche während der Freiarbeit stattfindet oder das „Haustier-Projekt“ mit einem Umfang von drei Tagen gelten, wobei die Fächer Biologie, Deutsch und Mathematik fächerübergreifend zusammenarbeiten.

 

Die Durchführung von so genannten „Lernzirkeln“ zielt darauf ab, Schüler verstärkt zu selbstständigem Arbeiten anzuleiten, Aufgaben- oder Problemstellungen eigenständig zu lösen.

 

Am Gymnasium Frankfurt findet in der Regel einmal im Jahr eine jahrgangsübergreifende Projektwoche statt. Teilweise werden hierzu übergeordnete Themen festgelegt, z. B. „Gewalt“. Zum Ende der Projektwoche erfolgt eine Präsentation in Form einer Ausstellung, Darbietung, u. ä. Für die SEK I gibt es neue Impulse durch das Kultur.Forscher! Projekt, in dem die Schüler das ästhetisch forschende Lernen an selbst gewählten Kulturthemen üben.

 

Einsatz neuer Medien

Die Entwicklung der „Neuen Medien“ und die Anforderungen an eine zukunftsorientierte Bildungseinrichtung haben uns bewogen, ein Gesamtkonzept für die Vernetzung der Anna-Schmidt-Schule zu erarbeiten und umzusetzen.

 

Die Schule verfügt über je einen Informatikraum (Stadtschule/NE), in dem 26 Schüler jeweils zu zweit an einem PC mit Internet-Zugang arbeiten können. Im G8-System wird Informatik in den Jahrgangsstufen 8 und 9 als AG und ab der E-Phase als eigenständiger Oberstufenkurs angeboten, in dem auch das Abitur abgelegt werden kann. Im G9-System findet verbindlicher Informatikunterricht in den Jahrgangsstufen 9 und 10 statt. Im Verlauf der Klassen 8/9 oder 9/10 können die Schüler den Europäischen Computerführerschein (ECDL) erwerben.

Fächerübergreifendes Arbeiten

Vor allem im Bereich des Gymnasiums soll diese Form der Kooperation von Fächern häufiger wahrgenommen werden. Voraussetzung dafür ist eine Absprache bzw. Koordination innerhalb des Kollegiums, im Hinblick auf die Möglichkeit, da, wo es vom Thema her sinnvoll erscheint, fächerübergreifend zu unterrichten. Es sollte jeder einzelne Kollege zu Beginn eines jeden Halbjahres gezielt Kollegen im Hinblick auf geeignete Themen ansprechen und seine Unterrichtsplanung darauf einstellen.

 

Dem Kollegium stehen, neben den Lehrplänen, Themenlisten für jede Jahrgangsstufe zur Verfügung, denen man mögliche Fächerkombinationen zu einem bestimmten Rahmenthema entnehmen kann.

 

Zur Förderung der Naturwissenschaften wurde im Rahmen des G-8 Konzepts das fächerübergreifende Fach „Naturwissenschaften“ ab der Jahrgangsstufe 8 eingerichtet. Dazu werden zwei Fachkollegen mit je einem halben Deputat eingesetzt. Diese Kollegen entscheiden über ihren Einsatz gemäß ihrer Fachkompetenz bezogen auf die festgelegten Lerninhalte. Der Unterricht wird einen Projektcharakter aufweisen.

 

In der AG „Kultur.Forscher!“ wird fächerübergreifendes Arbeiten praktiziert. Die von den Schülern gewählten Themen wie “Making of Stars“, “Making of Fashion“, “Making of Film“ etc. werden von zwei Lehrern gemeinsam betreut. Da die Bereiche oft Inhalte unterschiedlicher Fächer berühren, können die Schüler so kompetenter betreut werden.

 

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen der Schirn Kunsthalle führt zu ganzheitlichen Erfahrungen an außerschulischen Lernorten.

 

Einsatz moderner Medien im Unterricht

In Anbetracht der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung ist es notwendig, dass sich jeder Lehrer mit dem Medium Internet vertraut macht. Eine methodische und didaktische Auseinandersetzung mit diesem Medium muss erfolgen. Jeder Lehrer sollte sich überlegen, wie er das Internet fachspezifisch für sein Unterrichtsfach nutzen kann, auf welche Weise es in seine Unterrichtsgestaltung zu integrieren ist.

 

Aufgabe des Lehrers ist es auch, die Schüler in die Lage zu versetzen, sich aus der Fülle des Informationsangebotes die für sie nützlichen Informationen herauszufiltern. Die Schüler müssen lernen, sich innerhalb des Unterrichtes zu einem bestimmten Thema, zu einer bestimmten Aufgabe, zusätzliche Informationen zu verschaffen.

 

Es sollte in jedem Fall nicht nur über die Möglichkeiten, sondern auch über die Grenzen und Gefahren des Internets nachgedacht werden.