1. Erziehung zur politischen und religiösen Toleranz

Demokratisches Verständnis

Die Anna-Schmidt-Schule sieht ein wesentliches Ziel des Unterrichtes und des Schulalltages in
der Erziehung zu einem demokratischen Verständnis und begreift Demokratie als Wettstreit politischer Ideen. Die Schüler sollen mit diesen Ideen bekannt gemacht werden und lernen, dazu einen eigenen begründeten Standpunkt einzunehmen, kontrovers zu diskutieren und kompromissbereit zu sein.

 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Ziele sind einerseits die erlebte und praktizierte Toleranz im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, die als unabdingbarer Bestandteil zur Struktur der Schulgemeinde gehören muss, andererseits die festgelegten Ordnungskriterien, die als stabilisierende Faktoren Schutzfunktionen haben, um eine Atmosphäre geistiger Freiheit und Produktivität zu schaffen und zu bewahren. Lehrer bzw. die Institutionen des Schulvereins leben diese Toleranz schon im alltäglichen Umgang miteinander vor, wobei schon im Kinderhaus, ebenso wie in allen anderen unter dem Dach der Anna-Schmidt-Schule existierenden Schulformen im Unterrichts- bzw. Erziehungsalltag die Grundlagen zur Akzeptanz dieser beiden Voraussetzungen gelegt werden.

 

Auch in der Arbeit und im Führungsstil des Vorstandes bzw. des Verwaltungsrates und der Schulleitung muss dies zum Ausdruck kommen.

 

Weltanschauliche und religiöse Toleranz

Die Schüler sollen dazu erzogen werden, die religiösen Überzeugungen anderer nicht zu verletzen.

 

Dazu muss Wissen über Religionen und Kulturen vermittelt werden, um Verständnis für
Bräuche und Traditionen zu wecken und Vorurteile zu überwinden. Die Umsetzung dieser Ziele soll vor allem im Geschichts-, Religions-, Ethik-, PoWi-, Erdkunde- und Deutschunterricht erreicht werden. Die Anna-Schmidt-Schule tritt im Sinne des Grundgesetzes Auffassungen entgegen, die
die Freiheiten einengen, psychischen Druck ausüben oder totalitäre und demokratiefeindliche Ideologien verfolgen.

 

Schulalltag und Unterrichtspraxis

Das Vermitteln von Wissen über Kulturen und Religionen kann zum einen im Unterricht bzw. im Schulalltag erreicht, zum anderen aber auch durch Begegnungen im Rahmen des Schüleraustauschs sowie der UNESCO-Arbeit unterstützt werden. Wir pflegen Kontakt  zu außerschulischen Institutionen und religiösen Gemeinschaften in Frankfurt sowie zu Konsulaten.

 

Bei der Auswahl dieser Gesprächspartner ist auf Vielfalt und Heterogenität zu achten. Darüber
hinaus können entsprechende Begegnungen und das Kulturverständnis fördernde Maßnahmen auch Bestandteil von Projekten, Ausflügen und vor allem Studienfahrten ins Ausland bzw. der
Austauschprogramme der ASS sein, in der Absicht, auch auf diesem Wege über den Erwerb von Bildung der erfolgreichen Umsetzung der oben genannten Ziele zuzuarbeiten. Eine weitere Unterstützung erhält die Anna-Schmidt-Schule durch ihre außerschulischen Partner, wie die Deutsche Bahn, Fraport, Karl-Kübel-Stiftung, PROBONO, die Johann Wolfgang Goethe Universität und das English Theater.

 

Bezogen auf die Unterrichtspraxis wird empfohlen, das Kennenlernen anderer Kulturen oder Traditionen oder die Bearbeitung entsprechender Themen, beispielsweise durch die Einladung von Zeitzeugen und den Besuch außerschulischer Lernorte, zu intensivieren und zu ergänzen, die bei den Schülern den Eindruck von Authentizität verstärken und die Bereitschaft zum gegenseitigen Zuhören sinnvoll fördern können.