9. Prävention

Das Präventionskonzept der Anna-Schmidt-Schule wurde in den letzten Jahren um ein breites Spektrum an Maßnahmen erweitert und in seiner Ausrichtung neu strukturiert.

 

Basis eines guten Miteinanders und einer konstruktiven Zusammenarbeit bildet dabei die Erziehungsvereinbarung, die von einem Gremium bestehend aus Lehrkräften, SchülerInnen und Eltern gemeinsam entwickelt wurde. Sie ist Ausdruck einer bewusst gestalteten Partnerschaft aller Mitglieder unserer Schulgemeinde.

 

In ihr sind grundlegende Aufgaben und Verantwortungsbereiche aller Mitglieder der Schulgemeinde aufeinander bezogen abgestimmt und schriftlich festgehalten. Sie will für die gemeinsame Verantwortung und geteilten Aufgaben in einer guten Schulgemeinschaft sensibilisieren und Klärung schaffen. Sie bildet die Grundlage für weitere Präzisierungen und Konkretisierungen unter Berücksichtigung der Altersstufe der Kinder innerhalb bestimmter Lerngruppen/Klassen und bildet somit auch das Fundament für weitere präventive Maßnahmen.

 

In der Sekundarstufe I  werden mit Hilfe des Mentorenprogramms und der Schülervertretung, die die Integration der SchülerInnen unterstützen, sowie im Rahmen der Kennenlernfahrt der
5. Klassen Teambuilding, Konflikt- und Problemlösekompetenz gefördert. Konflikte zwischen SchülerInnen sind Teil des Erwachsenwerdens – das Erlernen eines kompetenten konstruktiven und immer selbständigeren Umgangs mit derartigen Situationen ist daher wesentlich.

 

Das Sozialpraktikum in der E-Phase der Sekundarstufe II  soll darüber hinaus die Empathie-fähigkeit sowie Wahrnehmung und Übernahme sozialer Verantwortung sowie Bewusstsein und Umsetzungsfähigkeit bezüglich eigener Grenzen und der SchülerInnen fördern.

 

Zusätzlich werden in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen Problembereiche, für die Kinder und Jugendliche im entsprechenden Alter besonders sensibel sind bzw. mit denen sie in Berührung kommen können, aufgegriffen. Beispiele hierfür sind die Gebiete „Rauchen“, oder „HIV/Hepatitis“.

 

Bezüglich bestimmter Risikobereiche gibt es darüberhinausgehend primär-präventive Angebote für alle drei Dialoggruppen (SchülerInnen, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte). Ziel dieses „Drei-Säulen-Ansatzes“ ist es, mit entsprechenden Veranstaltungen bei allen Beteiligten ein höchstmögliches Problembewusstsein, einen umsichtigen Umgang und Lösungsideen bezüglich des Risikobereichs zu wecken.

 

Insbesondere das Einbeziehen der Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte erhöht die Wirksamkeit der Programme um ein vielfaches und ist daher für die Anna-Schmidt-Schule ein fester Bestandteil innerhalb des Präventionskonzepts. Im Fokus stehen hier vor allem die Bereiche Neue Medien, Essstörungen sowie Alkohol/Drogen.

 

Ergänzt wird das Präventionskonzept durch sekundär-präventive Maßnahmen, die wir situationsbezogen gezielt auswählen und mit den jeweiligen SchülerInnen bzw. Klassen durchführen. Außerdem werden in den einzelnen Unterrichtsfächern seitens der Lehrkräfte begleitend präventive Themen aufgegriffen.

 

B. Stein