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3rd Olympiad ofMetropolises
Naturwissenschaftlicher Wettbewerb in Moskau

Vom zweiten bis achten September 2018 nahm zum ersten Mal ein Team aus Schülerinnen und Schülern der Stadt Frankfurt an der dritten, internationalen „Olympiad of Metropolises“ in Moskau teil. Das Team setzte sich aus acht Schülerinnen und Schülern der Anna-Schmidt-Schule, der Schule am Ried und des Gymnasium Riedberg zusammen. Bei der Olympiade handelt es sich um einen naturwissenschaftlichen Wettbewerb, bei dem jeweils zwei Teilnehmer in den Fächern Chemie, Informatik, Mathematik und Physik antreten.

Im Vorfeld der Olympiade hatten sich alle Schülerinnen und Schüler bereits an einem Vorbereitungstag an der Schule am Ried kennengelernt und waren dort schnell als schulübergreifendes Team zusammengewachsen.

So ging es am zweiten September voller Erwartungen in RichtungMoskau los. Für die Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrerinnenund Lehrer ein spannendes Abenteuer, da noch keiner so genau wusste, was ihn in Moskau erwartet. Angekommen am Moskauer Flughafen wurde das Team aus Frankfurt jedoch gleich freundlich vom bestens vorbereiteten Organisationskomitee der Olympiade in Empfang genommen und direkt zur spektakulären Eröffnungsfeier gebracht, die im Rahmen des Kongresses „City of Education“ auf dem Moskauer Messegelände stattfand. Dort trafen die Frankfurter auch zum ersten Mal auf die anderen 32 Teams aus der ganzen Welt. Von Lima, über Boston, bis hin zu Delhi, Shanghai und Jakarta waren Teams von fast allen Kontinenten vertreten. Neben Frankfurt nahmen mit Berlin, Düsseldorf und Leipzig noch drei weitere Städte aus Deutschland teil.

Die nächsten drei Tage waren geprägt von den verschiedenen Wettbewerben, die mit einem Blitzkontest starteten. Dieser bestand aus 80 kurzen Fragen, die vom gesamten Team gemeinsam gelöst werden mussten. Hier schlugen sich die acht Schülerinnen und Schüler aus Frankfurt tapfer und erreichten mit 19 richtigen Antworten fast das angestrebte Ziel von 25%, obwohl die Aufgaben sehr schwierig waren und lediglich eine Bearbeitungszeit von nur zwei Stunden zur Verfügung stand. Nachdem der Blitzkontest, der nicht in die offizielle Wertung mit einfloss, gemeistert war, wurden die nächsten zwei Tage durch einen Aufgabenmarathon geprägt, der sowohl aus praktischen wie theoretischen Einheiten bestand. Hier mussten die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Fächern vier bis sechs Stunden an Aufgaben arbeiten, die von der Komplexität zum größten Teil Aufgaben auf universitärem Niveau entsprachen.Trotz dieser hohen Anforderungen und der Problematik, dass die Schülerinnen und Schüler, die fast alle erst in zwei Jahren ihr Abitur ablegen, oft mit Stoff konfrontiert wurden, den sie in der Schule noch nie behandelt hatten, konnten sie einzelne Teilaufgaben lösen und kleine Erfolge erzielen. Leider hatte das Team aus Deutschland aber keine Chance gegen Städte wie Moskau oder Shanghai,die sich sehr gezielt - beispielsweise mit Vorbereitungskursen an der Universität - auf solche Wettbewerbe vorbereiten. Jedoch konnte in der innerdeutschen Wertung mit vier teilnehmenden Städten Frankfurt einen hervorragenden zweiten Platz hinter Leipzig belegen.

Für Frankfurt gingen in Chemie Amy Stephan und Noemi Engels(beide Schule am Ried), in Informatik Alexandra Marquardt (Anna-Schmidt-Schule) und Niklas Oberender (Gymnasium Riedberg), in Mathematik David Lange und Mika Winn (beide Gymnasium Riedberg) und in Physik Helena Hinkel und Leon Bechtel (beide Anna-Schmidt-Schule) an den Start. Mit dieser Teamzusammensetzung stellte Frankfurt das Team mit den meisten Mädchen. Die Schülerinnen und Schüler wurden von Frau Dr. Ehinger (Anna-Schmidt-Schule), Herr Herr (Schule am Ried) und Frau Purtz (Gymnasium Riedberg) begleitet.

Nachdem die anstrengenden Wettbewerbe erfolgreich absolviert waren, wurde das gesamte Team mit einem umfangreichen kulturellen Programm belohnt, welches von den Organisatoren der Olympiade abwechslungsreich gestaltet wurde. Neben dem Besuch des Kremls, wurde auch eine Führung durch das Pushkin-Museum oder die Tretyakov-Galerie sowie eine Bootsfahrt auf der Moskwa organisiert. Trotz des dichten Programms blieb auch noch genügend Zeit, um Moskau auf eigene Faust zu erkunden.  

Am Ende der spannenden Woche, gab es noch eine feierliche Abschlusszeremonie, bei der alle Siegerinnen und Sieger der Olympiade geehrt wurden. Auch wenn es für unser Team nicht zu einer vorderen Platzierung reichte, ging es mit wertvollen Erfahrungen im MINT-Bereich auf internationaler Ebene, vielen tollen Eindrücken und jeder Menge neu geknüpfter Freundschaften und Kontakten am achten September zurück nach Frankfurt.

Dr. D. Ehinger