Maria Montessori

Zeittafel zu Leben und Werk von Maria Montessori

 

1870 Maria Montessori wird am 31. August im märkischen Städtchen Chiaravalle geboren.
1876 – 1890 Besuch der Volksschule und der höheren Schulen in Rom.
1890 Sie inskribiert Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität Rom.
1892 Abschlussprüfung des medizinischen Vorkurses.
Hartnäckiger Kampf um die Möglichkeit, als erste Frau Italiens Medizin zu studieren.
1896 Dissertation über ein psychiatrisches Thema und Promotion zum Doktor der Medizin als erste Ärztin Italiens.
Danach Assistenzstelle am Krankenhaus San Giovanni und eigene Praxis als Ärztin.
Begeistertes Studium der Werke der französischen Ärzte Itard (1774 – 1838) und Séguin (1812 – 1880).
1897 – 1898 Besuch von pädagogischen Vorlesungen und Studium aller Hauptwerke der Erziehungstheorie.
1898 Geburt ihres Sohnes Mario Montessori.
Veröffentlichung des Artikels: „Soziale Missstände und neue wissenschaftliche Entdeckungen“ in einer pädagogischen Zeitschrift. Vortrag beim nationalen Pädagogenkongress in Turin. Sie wird Gründungsmitglied der „ Lega nazionale per l` educazione dei fanciulli deficienti“.
1899 Vorlesungen über Hygiene und Anthropologie am „ Regio Instituto Superiore di Magistero Feminile“, einer Bildungsanstalt für Sekundarlehrerinnen in Rom. Auszeichnung für hervorragende Dienste an den Krankenhäusern.
1900 Direktorin des von der „Lega nazionale per educazione dei fanciulli deficienti“ eröffneten medizinisch- pädagogischen Institutes zur Ausbildung von Lehrern für die Betreuung und Erziehung geistig behinderter Kinder und Eröffnung einer Modellschule.
Sie experimentiert mit dem Itardschen und Séguinschen Material, das heute in wesentlich erweiterter Form unter dem Namen: „Montessori-Material“ bekannt ist.
1901 Maria Montessori verlässt die Schule und inskribiert an der philosophischen Fakultät in Rom.
1903 – 1908 Vorlesungen am pädagogischen Institut der Universität Rom über Geschichte der Anthropologie und ihre Anwendung auf die Pädagogik. Aus der Vorlesung entsteht später das Werk:„Antropologia Pedagogica“ (1910).
1907 Eröffnung der ersten „ Casa dei bambini“ für gesunde Kinder in San Lorenzo, einer von Ingenieur Talami gebauten Armensiedlung in Rom. Weiterentwicklung des Materials.
1909 1. internationaler Ausbildungskurs für ungefähr 100 Lehrer. Veröffentlichung des ersten Buchs: „Il metodo della pedagogia scientifica applicato allèducazione infantile nelle casa dei bambini“.
1910 Errichtung einer Demonstrationsschule im „Conveto delle Suore Francescane missionarie die Maria“ in der Via Giusti. Gründung von Montessori-Gesellschaften in Rom, Neapel und Mailand. Sie widmet sich mehr ihren Schulen und gibt ihre Arztpraxis und die Dozentur an der Universität auf.
1911 Erste Montessori-Schulen in den USA.
1912 Riesen Erfolg in den USA mit der Erscheinung Ihres Buches erscheint „The Montessori-Method“.
Tod der Mutter.
1913 Reise Maria Montessoris in die USA mit dem Redakteur S. S. Mc Clure und 600 m Film über die römische Schule. Sie trifft John Dewey, Thomas Edison, Helen Keller.
Ihr Material wird in England durch die Firma Philip & Tracey hergestellt.
1914 Erscheinung des „Dr. Montessori´s own Handbook“ in New York.
1915 Tod des Vaters.
1916 Maria Montessori übersiedelt nach Barcelona. Erscheinen von „L´Autoeducazione nelle scuole elementari“.
1917 Erster Besuch Hollands.
Zusammentreffen mit dem Biologen Hugo de Vries. Maria Montessori übernimmt von ihm den Begriff der „ Sensitiven Perioden“. Sie regt ohne Erfolg die Gründung von „ La Croce Bianca“, einer Hilfsorganisation für Kriegsgeschädigte Kinder, an.
1919 Ausdehnung ihrer Methode auf das Sekundarschulalter.
1921 Teilnahme am 1. intern. Kongress des „ Weltbundes für Erneuerung der Erziehung“ oder „ World Education Fellowship“ in Calais.
Unterstützung ihrer Arbeit durch ihren Sohn. Das Buch „ I bambini viventi nella Chiesa“ erscheint.
1922 Vortrag in Neapel auf Einladung des Erziehungsministers Dr. Antonio Anile. Sie wird Inspektorin aller Kindergärten Italiens. Mussolini übernimmt die Macht. Der Philosoph Giovanni Gentile wird Erziehungsminister.
1923 Besuch der Montessori –Schule in Wien, wo das Buch „ Das Kind in der Familie“ erscheint. Verleihung der Doktorwürde durch die Universität Durham (GB).
1924 Treffen mit Mussolini.
Die „ Amici del Metodo Montessori“ werden in „Opera Montessori“ umbenannt.
Maria Montessori wird Ehrenvorsitzende. Königin Margherita übernimmt das Patronat
1925 Stadtverwaltung Neapel schließt die Montessori-Schulen aus Sparmaßnahmen.
1929 Erscheinen des Buches „ The Child in the Church“ in St. Louis.
Das faschistische Regime versucht, den Ruhm M. Montessoris für propagandistische Zwecke auszunützen.
Gründung der „ Association Montessori Internationale“ mit Sitz in Berlin.
Maria Montessori wird Präsidentin, ihr Sohn Sekretär. Förderer sind Sigmund Freud, Rabindranat Tagore, Guglielmo Marconi, Jan Masaryk, Jean Piaget, Giovanni Gentile.
1931 Herausgabe der neuen Montessori-Zeitschrift „Rivista Montessori“ in Rom.
1932 Das Buch „ The Mass Elained to Children“ erscheint in London und New York.
1933 In Deutschland werden die Montessori-Bücher verbrannt.
1934 Weigerung Maria Montessoris, „Botschafterin der Kinder“ für das italienische Regime zu werden. Mussolini besteht nun auf dem Faschistengruß in den Schulen und die Schüler müssen die Uniform der „Figli della lupa“ tragen.
Maria Montessori trennt sich vom Regime, und ihre Schulen werden geschlossen.
Rückkehr nach Barcelona.
Erscheinen der Bücher „Psico Aritmetica“ und „Psico Geometria“. „Psico Gramatica“ liegt als Manuskript vor.
1936 Übersiedlung nach England. Lebt zeitweise bei Ada Pearson in Baarn (NL).
1938 Schließung der Montessori-Schulen in Wien nach Einmarsch der Hitlertruppen.
1939 Rückkehr nach London. Wegen Ausbruch des Krieges Exil in Indien.
1940 Nach Eintritt Italiens in den Krieg werden Maria Montessori und ihr Sohn getrennt interniert.
Am 31. August, dem 70. Geburtstag Maria Montessoris, führt die britische Regierung die beiden wieder zusammen.
In den folgenden Jahren bilden sie zusammen über 1.000 indische Lehrer aus. Treffen mit Gandhi, Nehru, Radhakrischnan.
Sie setzt sich verstärkt mit dem Säuglingsalter auseinander.
1946 Am 30. Juli Rückkehr nach Holland. Ehrenmitglied des „Educational Institutee of Scotland“ in Edinburg.
1947 Rückkehr nach Italien auf Einladung der Regierung.
Neuerrichtung der „Opera Montessori“.
Vortrag „Erziehung und Frieden“ vor der UNESCO.
Angebot eines Lehrstuhls in Berlin.
Hochzeit ihres Sohnes Mario Montessori mit Ada Pearson.
Im August Rückkehr nach Indien.
1949 Einladung der Regierung in Pakistan, Einmonatiger Ausbildungskurs in Karachi unter Mitwirkung von Albert Joosten.
Maria Montessori wird für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
Der Redaktor der Sorbonne überreicht ihr im Namen der französichen Republik das Kreuz der Ehrenlegion.
Treffen mit Leon Blum.
Das Buch „ The absorbent Mind“ erscheint in Madras.
1950 Teilnahme als Mitglied der italienischen Delegation an der UNESCO-Konferenz in Florenz.
Ernennung zum Professor.
Ehrendoktorat der Universität Amsterdam.
Orden von Oranien-Nassau.
1952 Pläne für Reise nach Ghana.
Maria Montessori stirbt am 6. Mai in Noordwijk an Zee (NL) im Alter von 81 Jahren.