Schulprogramm

Der Schulalltag wird im Wesentlichen davon bestimmt, Wissensvermittlung zu garantieren. Die Anna-Schmidt-Schule legt neben einer guten Allgemeinbildung auch großen Wert auf die sogenannten sozialen Kompetenzen wie z. B. Konfliktfähigkeit, Motivation und Selbstvertrauen – Kompetenzen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Ein wesentliches Ziel unseres allgemeinbildenden Gymnasiums ist neben der Hochschulreife auch die strukturierte Entscheidungsfindung der weiteren Ausbildung über die Schule hinaus.

Als staatlich anerkannte Privatschule in freier Trägerschaft sind wir an die Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums gebunden. Dennoch gibt es pädagogische Freiräume und die Aufgabe der Schule ist es, diese zu nutzen, um der Schule ihr eigenes Profil zu geben. Dies ist ein Prozess der Schulentwicklung, der regelmäßig evaluiert werden muss, um eine Standortbestimmung vornehmen zu können. Die jetzige Fassung des Schulprogramms ist eine Beschreibung der gegenwärtigen Situation und unterliegt deshalb der ständigen Evaluation und Veränderung durch die intensiven Prozesse innerhalb der Schule.

Demokratisches Verständnis

Die Anna-Schmidt-Schule sieht ein wesentliches Ziel des Unterrichts und des Schulalltags in der Erziehung zu einem demokratischen Verständnis und begreift Demokratie als Wettstreit politischer Ideen. Die Schülerinnen und Schüler sollen mit diesen Ideen bekannt gemacht werden und lernen, dazu einen eigenen begründeten Standpunkt einzunehmen, kontrovers zu diskutieren und kompromissbereit zu sein.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Ziele sind einerseits die erlebte und praktizierte Toleranz im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, die als unabdingbarer Bestandteil zur Struktur der Schulgemeinde gehören muss, andererseits die festgelegten Ordnungskriterien, die als stabilisierende Faktoren Schutzfunktionen haben, um eine Atmosphäre geistiger Freiheit und Produktivität zu schaffen und zu bewahren. Lehrkräfte bzw. die Institutionen des Schulvereins leben diese Toleranz schon im alltäglichen Umgang miteinander vor, wobei schon im Kinderhaus, ebenso wie in allen anderen unter dem Dach der Anna-Schmidt-Schule existierenden Schulformen im Unterrichts- bzw. Erziehungsalltag die Grundlagen zur Akzeptanz dieser beiden Voraussetzungen gelegt werden.

Auch in der Arbeit und im Führungsstil des Vorstands bzw. des Verwaltungsrats und der Schulleitung muss dies zum Ausdruck kommen.

Weltanschauliche und religiöse Toleranz

Die Schüler und Schülerinnen sollen dazu erzogen werden, die religiösen Überzeugungen anderer nicht zu verletzen.

Dazu muss Wissen über Religionen und Kulturen vermittelt werden, um Verständnis für Bräuche und Traditionen zu wecken und Vorurteile zu überwinden. Die Umsetzung dieser Ziele soll vor allem im Geschichts-, Religions-, Ethik-, PoWi-, Geographie- und Deutschunterricht erreicht werden. Die Anna-Schmidt-Schule tritt im Sinne des Grundgesetzes Auffassungen entgegen, die die Freiheiten einengen, psychischen Druck ausüben oder totalitäre und demokratiefeindliche Ideologien verfolgen.

Schulalltag und Unterrichtspraxis

Das Vermitteln von Wissen über Kulturen und Religionen kann zum einen im Unterricht bzw. im Schulalltag erreicht, zum anderen aber auch durch Begegnungen im Rahmen des Schüler-und Schülerinnenaustauschs sowie der UNESCO-Arbeit unterstützt werden. Wir pflegen Kontakt zu außerschulischen Institutionen und religiösen Gemeinschaften in Frankfurt sowie zu Konsulaten.

Bei der Auswahl dieser Gesprächspartner ist auf Vielfalt und Heterogenität zu achten. Darüber hinaus können entsprechende Begegnungen und das Kulturverständnis fördernde Maßnahmen auch Bestandteil von Projekten, Ausflügen und vor allem Studienfahrten ins Ausland bzw. der Austauschprogramme der Anna-Schmidt-Schule sein, in der Absicht, auch auf diesem Wege über den Erwerb von Bildung der erfolgreichen Umsetzung der oben genannten Ziele zuzuarbeiten. Eine weitere Unterstützung erhält die Anna-Schmidt-Schule durch ihre außerschulischen Partner wie die Deutsche Bahn, Fraport, die Karl-Kübel-Stiftung, PROBONO, die Goethe-Universität und das English Theatre.

Bezogen auf die Unterrichtspraxis wird empfohlen, das Kennenlernen anderer Kulturen oder Traditionen oder die Bearbeitung entsprechender Themen, beispielsweise durch die Einladung von Zeitzeugen und den Besuch außerschulischer Lernorte, zu intensivieren und zu ergänzen, die bei den Lernenden den Eindruck von Authentizität verstärken und die Bereitschaft zum gegenseitigen Zuhören sinnvoll fördern können.

Gedankliche Grundlage

Anspruch der Schule ist es, nicht nur Bildung zu vermitteln, sondern auch soziale Kompetenz, denn Bildung wird nur fruchtbar im Miteinander des gesellschaftlichen Umfelds.

Gesellschaft und Beruf verlangen immer mehr soziale Kompetenz, weil der Einzelne durch die gesellschaftliche und berufliche Komplexität unserer modernen Welt diese nicht mehr allein beherrschen kann.

Unsere sich ständig verändernde Gesellschaft besitzt aufgrund des Anspruchs an immer mehr Leistung zunehmend den Charakter einer „Ellenbogengesellschaft“, so dass die Erziehung zur Rücksichtnahme auf den Anderen, manchmal Schwächeren, an Bedeutung gewinnt.

Hier ist auch auf den immer stärker hervortretenden Individualismus unserer Gesellschaft hinzuweisen und auf die stärker werdende öffentliche Klage, dass soziale Werte zunehmend ihre Bedeutung in unserer Gesellschaft verlieren und wieder ins Bewusstsein gelangen müssen.

Schule als Ort der sekundären Sozialisation hat in besonderem Maße die Aufgabe und in ihrer Struktur auch die Möglichkeit, soziale Verantwortung zu vermitteln. Dies geschieht primär zuerst im Bereich der Grundschule und muss sich, auf den jeweiligen Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler, deren Persönlichkeit betreffend, im Gymnasium fortsetzen. Für die Anna-Schmidt-Schule gehört zum frühen Bereich der sekundären Sozialisation auch das Montessori-Kinderhaus.

Insgesamt muss Schule die Vermittlung sozialer Kompetenz leisten. Dies muss in allen Fächern, im schulischen und außerschulischen Bereich und durch Elternarbeit vermittelt werden. Dies bedeutet, dass Erziehung zu sozialer Verantwortung nur dann wirksam wird, wenn alle Beteiligten in ein Gesamtkonzept zur Förderung sozialer Kompetenz eingebunden werden.

Eine entsprechende Atmosphäre aus schulischer Sicht ist Grundlage für eine erfolgreiche Lernentwicklung. Die Förderung der sozialen und persönlichen Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen, d. h. zu einem respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang miteinander, ist täglich Aufgabe der Schule. Eine schuleigene Psychologin unterstützt diese Aufgabe.

Soziale Verantwortung aus schulischer Sicht

  • Montessori-Grundschule und Regel-Grundschule

Die Anna-Schmidt-Schule bietet zwei Formen der Grundschule an, die Regel- und die Montessori-Grundschule. Die Montessori-Grundschule führt die Prinzipien des Montessori-Kinderhauses weiter. Beide Schulformen verfolgen das Ziel, soziale Erziehung im täglichen Miteinander zu leben.

Dabei wird die Entwicklung der Empathie-Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gefördert.

Ganz im Sinne von Maria Montessori, die den Begriff „Respekt“ als eine wichtige Grundlage für das menschliche Zusammenleben benutzt, unterstützen innovative Lernformen wie Freiarbeit und Wochenplan-Arbeit das Lernen zu sozialer Verantwortung in der Anna-Schmidt-Schule. Diese reformpädagogischen Ansätze haben zum Ziel, selbstbewusste und entscheidungsfähige Schülerinnen und Schüler zu erziehen, die sich mit gegenseitigem Respekt und Toleranz begegnen.

In der Regel-Grundschule werden diese Prinzipien geschult, indem beispielsweise die Kinder aus den vierten Klassen Patinnen und Paten für Erstklässlerinnen und -klässler werden und in jeder Klasse wöchentlich ein Klassenrat abgehalten wird. Hier übernehmen die Kinder selbstständig die Aufgabe, sich respektvoll zu begegnen und Konflikte verbal und gemeinschaftlich zu lösen.

  • Gymnasium

Um Schülerinnen und Schülern soziale Zusammenhänge unserer Gesellschaft deutlich zu machen, sollten sie mit zunehmendem Alter ein Bild unserer sozialen Wirklichkeit bekommen. Soziales Engagement wird im Schulalltag gelebt: So unterstützen Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse unsere Fünftklässlerinnen und -klässler als Mentorinnen und Mentoren beim Ankommen im Gymnasium, wöchentlich stattfindende Klassenleiterstunden stärken den Klassenverbund und motivieren zum regen Austausch über das Miteinander in der Klasse. Ab der 8. Klasse gehören Ausflüge zu sozialen Einrichtungen und die Behandlung sozialer Themen im Religions-/Ethikunterricht zum Portfolio der Anna-Schmidt-Schule. In der Einführungsphase leisten alle Schülerinnen und Schüler zudem verpflichtend ein Sozialpraktikum ab.

Sozialpraktikum in der Einführungsphase

Seit nun 20 Jahren ist das zweiwöchige Sozialpraktikum in der Einführungsphase der Oberstufe fester Bestandteil und wichtiger Baustein in der schulischen Erziehung der Anna-Schmidt-Schule. Es dient der Förderung des sozialen Engagements und dem Erlernen sozialer Kompetenzen, indem unsere Schülerinnen und Schüler für den sozialen Bereich sensibilisiert werden und erfahren, dass der Dienst am Nächsten persönlich Gewinn bringen, Freude machen und zur eigenen Zufriedenheit beitragen kann.

Das Sozialpraktikum bietet  die Chance, eigene Fertigkeiten, aber auch Grenzen kennenzulernen und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und angemessen einzubeziehen. In einer wichtigen Entwicklungsphase gewinnen die Schülerinnen und Schüler neue Perspektiven und entdecken neue Begabungen, die sogar künftige Berufsentscheidungen beeinflussen können. Außerdem fällt der Zugang zu sozialen Themenbereichen in den verschiedenen Fächern durch praktische Erfahrung deutlich leichter.

Die Lehrkräfte der Anna-Schmidt-Schule und die Mitglieder des Schulvereins Anna Schmidt e. V. sind der Überzeugung, dass die Schülerinnen und Schüler im Zusammenhang mit den UNESCO-Aktivitäten die soziale Kompetenz erhalten können, die sie brauchen, um die im 21. Jahrhundert anstehenden Probleme zu verstehen und zu ihrer Lösung beitragen zu können.

Seit 1979 ist die Anna-Schmidt-Schule eine UNESCO-Projektschule und wirkt seitdem aktiv im Netzwerk der deutschen UNESCO-Projektschulen mit.

Bereits seit dem 25.11.2013 setzt die Anna-Schmidt-Schule offiziell den MINT-Schwerpunkt in ihrem Schulprofil.

Um zukünftig einen besseren Beitrag in der Ausbildung zu einem qualifizierten naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs zu leisten und ein ausgewogenes Verhältnis an sprachlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Initiativen zu gewährleisten, verpflichtet sich die Anna-Schmidt-Schule, die Ziele einer MINT-freundlichen Schule zu erfüllen.

Musik, Bildende Kunst und Darstellendes Spiel/Theater bieten den jungen Menschen die Möglichkeit, über die Sinne sich und ihr Umfeld wahrzunehmen. Diese Fächer appellieren mehr als andere an die Instanzen des Unbewussten. Sie sind daher – das rationale Verständnis von Welt komplementierend – eine Notwendigkeit, um sich seelisch zu stärken.

Angesichts der abnehmenden Fähigkeit differenzierten Hörens und Sehens bemühen wir uns, einen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen Kinder sich ihren Neigungen entsprechend entwickeln können. Prinzipien aus der Montessori-Pädagogik sind in der musisch-künstlerischen AG-Arbeit selbstverständlich; so z. B. die Förderung eigenständigen Arbeitens und die gegenseitige Hilfe unter den Schülerinnen und Schülern, die Großen helfen Kleinen und Erfahrene den Neuen. Vor dem Hintergrund der genannten Herausforderungen setzen wir neue Akzente. Die Körperwahrnehmung wird neben dem Erwerb von Wissen, sozialen Kompetenzen und einer ästhetischen Erziehung im künstlerischen Bereich einen größeren Stellenwert als bisher einnehmen. Musik, Kunst, Darstellendes Spiel und „Kultur.Forscher!“ kommt zudem eine Schlüsselfunktion zur Förderung der Kreativität zu.

Erfolgreiche Produktionen und Theateraufführungen werden durch die unterschiedlichen Ebenen eines Gesamtkunstwerks für Schülerinnen und Schüler erfahrbar gemacht. Dabei werden soziale Kompetenzen eingeübt, die in stärkerem Maße im modernen Arbeitsleben nachgefragt werden, wie z. B. Teamfähigkeit, Übernahme von Verantwortung, Selbsterfahrung und Stärkung des Selbstvertrauens.

Musik im Grundschulbereich

In der Regel- und der Montessori-Grundschule wird neben dem Musikunterricht Chorunterricht angeboten.

Die Aufführungen in Musik sind mit den Aktivitäten der jeweiligen Klasse verbunden. Die Gelegenheiten für Aufführungen bieten sich u. a. zu Weihnachtsfeiern, der Einschulung, an Projekttagen oder in zweijährigem Rhythmus beim Musical der Montessori-Grundschule.

Regelmäßige Besuche von Konzerten und musikalischen Veranstaltungen beispielsweise an der Alten Oper gehören zu selbstverständlichen Unterrichtsgängen.

Musik- und Kunstunterricht im Gymnasium

In den 5. und 6. Klassen findet kontinuierlich ein zweistündiger Unterricht in den Fächern Kunst und Musik statt. In Klasse 7 wird nur Kunst, in Klasse 8 nur Musik unterrichtet. Zur besseren Vorbereitung für die Oberstufe dürfen die Schüler für die Klasse 9 frei wählen zwischen Musik und Kunst, dieses Fach belegen Sie dann zweistündig.

Der Oberstufenunterricht in den Fächern Musik, Kunst und Darstellendes Spiel orientiert sich an den Maßgaben der hessischen Lehrpläne.

In den 8. und 9. Klassen des 8-jährigen gymnasialen Bildungsgangs wird ein dreistündiger Wahlunterricht „Kultur.Forscher!“ angeboten, in Nieder-Erlenbach findet der Wahlunterricht in den Klassenstufen 9 und 10 statt. Dabei kommt der Stadtschule die Nähe zu den Museen und Ausstellungsräumen inspirierend zugute.

Das Fach Darstellendes Spiel ist seit dem Schuljahr 2009/10 für die Oberstufe wählbar.

Außerunterrichtliche Angebote

Öffentliche Aufführungen verschiedener Musik- und Theatergruppen in kleinerem Rahmen ergänzen den Veranstaltungskalender der Schule. Hinzu kommen Auftritte im Rahmen unserer Schulveranstaltungen, der Abiturfeier, dem Sommerfest sowie öffentliche Aufführungen bei den Frankfurter Schultheatertagen oder dem Theaterfest in der Jugendkulturkirche St. Peter, um nur einige Beispiele zu nennen.

Seit 2008 besteht an der Anna-Schmidt-Schule das internationale Kulturprojekt „Memoire de l´Avenir“, das die beteiligten Schülerinnen und Schüler regelmäßig zu einer Ausstellung nach Paris führt, wo ihre Arbeiten gemeinsam mit den Kunstwerken der anderen Jugendlichen und Künstler aus verschiedenen Kulturkreisen der Öffentlichkeit gezeigt werden. Ausstellungen von Schülerarbeiten in den Gebäuden beider Schulzweige finden regelmäßig statt.

Bilingualer Sachfachunterricht oder CLIL (Content and Language Integrated Learning) ermöglicht die Ausweitung des fremdsprachlichen Lernens auf unterschiedliche Sachfächer. Während im Englischunterricht also das Lernen der Fremdsprache im Mittelpunkt steht, wird im bilingualen Unterricht das Lernen in der Fremdsprache gefördert. So wird die Sprache nicht mehr Gegenstand des Unterrichtes, sondern Mittel zur Bewältigung fachspezifischer Lern- und Arbeitsprozesse.

Wir bieten an der Anna-Schmidt-Schule eine zusätzliche Stunde bilingualen Unterrichts pro Woche an, in der die Inhalte des jeweiligen Sachfachs in der englischen Sprache, neben regulären Unterrichtsstunden auch durch Projektarbeiten und Präsentationen ergänzt und vertieft werden.

Das Sachfach steht hinsichtlich der Inhalte, Kompetenzen und Methoden im Mittelpunkt. Durch diesen direkten Anwendungsbezug bei der Kommunikation über authentische Ereignisse, Erscheinungen und Phänomene wird der Umgang mit Englisch als Arbeitssprache spielender, flüssiger und sicherer – eine Entwicklung, die sich letztlich im Hinblick auf Studium und das Berufsleben als lohnenswert herausstellen kann.

Im Vordergrund stehen die Freude und die Motivation, die englische Sprache anzuwenden sowie die Erweiterung des Wortschatzes und des Ausdrucksvermögens.

Begonnen wird bei uns in der Jahrgangsstufe 5 mit einem behutsamen Heranführen an die Arbeitsweisen des englischsprachigen Sachfachunterrichts. Hier werden sowohl methodische als auch sprachliche Grundlagen gelegt, so dass gewährleistet werden kann, dass auch Kinder ohne weitere Englischkenntnisse aus der Grundschule erfolgreich am „Bili-Unterricht“ teilnehmen können. Daran anschließend ist geplant, das bilinguale Angebot in den Jahrgangstufen 6 und 7 fortzuführen.

In der Jahrgangsstufe 5 und 6 werden die Fächer Geographie und Biologie durch das bilinguale Angebot ergänzt.

Die Aufgabe des heutigen Schulsports ist es, seinen Anteil an der ganzheitlichen schulischen Erziehung zu leisten und allen Heranwachsenden wesentliche Einsichten und Fertigkeiten in Bewegung, Spiel und Sport zu vermitteln. Sie sollen auch über die Schulzeit hinaus ein Leben lang Freude am Sporttreiben haben.

Inhalte und Zielsetzungen werden stets den aktuellen Anforderungen angepasst. Dazu gehören der Wandel gesellschaftlicher Lebensformen, Standards und Werte, die das Zusammenleben der Menschen und besonders ihr Bewegungsverhalten prägen. Die Schule öffnet sich auch neuen Bewegungskulturen und ergänzt den Sportartenkanon nach pädagogischen Prämissen.

Wir sehen die große Bedeutung und hohe Verantwortung des Schulsports darin, Kinder und Jugendliche anzuregen und zu befähigen, bis ins hohe Alter ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und ihre Gesundheit durch regelmäßiges Sporttreiben zu erhalten.

Sport im Grundschulbereich

Inhalte

Inhaltlich wird der Sportunterricht in den Grundschulen der Anna-Schmidt-Schule fünf Handlungsfeldern zugeordnet:

    • Kleine Spiele
    • Laufen – Werfen – Fangen
    • sich rhythmisch bewegen / Gymnastik
    • Turnen
    • Rollen – Gleiten – Fahren

Diese Handlungsbereiche umfassen Aspekte der Bewegungserziehung, die es Kindern ermöglichen, sportliche Bewegung in ihrer Vielfalt zu erfahren. Eine Sensibilisierung der Kinder für sportliche Bewegung kann nur erreicht werden, wenn sie über ein ihrem Alter angemessenes Repertoire an Organisations-, Arbeits- und Sozialformen verfügen. Dies beinhaltet:

    • Eigenständig mit einem und mehreren Partner umzugehen
    • Eigenständig in Gruppen zu agieren
    • Spiele mit Partner, in der Gruppe bzw. Mannschaft zu organisieren
    • nach verbalen Aufgabenstellungen/Anweisungen zu handeln bzw. Arbeitsaufträge auszuführen

Aktivitäten im Grundschulsport an der Anna-Schmidt-Schule

    • Jährlich findet ein Sport- und Spielfest auf dem Sportplatz statt, bei dem für die Jahrgänge des 1. und 2. Schuljahres kleine Spiele (Völkerball, Biathlonstaffel usw.) angeboten werden.
    • Mit den Jahrgängen 3 und 4 werden innerhalb des Sportfestes die Bundesjugendspiele im Bereich Leichtathletik durchgeführt.
    • Regelmäßige Klassen- und Turnierspiele finden ganzjährig in der schuleigenen, modernen Turnhalle statt.

Sport im gymnasialen Bereich

Der Sportunterricht an der Anna-Schmidt-Schule orientiert sich an den Vorgaben des hessischen Kultusministeriums und ist ausgerichtet auf die Kompetenzbereiche „Bewegungskompetenz“, „Urteils- und Entscheidungskompetenz“ und „Teamkompetenz“. Die „Bewegungskompetenz“ nimmt dabei einen bedeutsamen Stellenwert ein.

    • In den 5., 6. und 8. Klassen findet ein dreistündiger wöchentlicher Sportunterricht statt.
    • In den 7., 9. und 10. Klassen (nur Nieder-Erlenbach) beträgt der wöchentliche Sportunterricht 1 Doppelstunde.
    • In der 7. Klasse wird zusätzlich eine Segelfreizeit durchgeführt.
    • Ab der Oberstufe wählen die Schüler und Schülerinnen ihre Sportkurse unter Berücksichtigung der angebotenen Bewegungsfelder. Im Abitur kann Sport als 4./5. Prüfungsfach gewählt werden. Schülerinnen und Schüler, die sich hierfür entscheiden, haben ab der Q-Phase eine zusätzliche Theoriestunde.

Grundlage zur Erreichung sportlicher Ziele sind neben qualifiziertem Personal auch optimale äußere Bedingungen. Die Anna-Schmidt-Schule hat an beiden Standorten eigene moderne Sporthallen gebaut, die natürlich mit großer Freude von den Schülerinnen und Schülern angenommen werden.

Außerunterrichtlicher Schulsport in der Übersicht

Neben dem obligatorischen Sportunterricht engagiert sich die Anna-Schmidt-Schule sehr im außerunterrichtlichen Schulsport und legt somit großen Wert auf über den verbindlichen Schulsport hinausgehende Angebote und Aktivitäten.

Sport-AGs: Das AG-Angebot richtet sich an ambitionierte Spielerinnen und Spieler, sowohl in der Stadtschule als auch in Nieder-Erlenbach. In Nieder-Erlenbach sind die Sport-AGs Teil der Nachmittagsbetreuung. Infos zu dem aktuellen AG-Angebot finden Sie unter „Gymnasien/AG-Angebot“.

Segelfreizeit der 7-ten Klassen: In der letzten Schulwoche der Sommerferien brechen die 7-ten Klassen aus der Stadtschule und Nieder-Erlenbach gemeinsam zu ihrer Segelfreizeit auf. Ziel der Fahrt ist das Kennenlernen der Schüler und Schülerinnen der beiden Schulstandorte. Am Ende der Woche kann der Junior-Segelschein erworben werden.

Sportfest: Alljährlich findet ein gemeinsames Schulsportfest der Klassen 5-9 mit ca. 650 Schülern statt. Hier messen sich die Klassen der einzelnen Jahrgangsstufen untereinander in den Sportarten Jungen-Fußball, Mädchen-Fußball, Korb- und Volleyball. Absolute Höhepunkte des Sportfestes sind die Staffelläufe über 8 x 50m von Auswahlmannschaften aus der Stadtschule und Nieder-Erlenbach sowie das Fußballspiel „Lehrkräfte gegen Schüler/-innen“.

Bundesjugendspiele: Im Rahmen der Bundesjugendspiele können sich die Schülerinnen und Schüler in der Sportart „Leichtathletik“ in spannenden Wettkämpfen untereinander messen.

Schulsportliche Wettbewerbe („Jugend trainiert für Olympia“): Die Anna-Schmidt-Schule nimmt regelmäßig mit mehreren Mannschaften verschiedener Altersklassen an schulsportlichen Wettbewerben teil und vertritt so den Schulsport an der Anna-Schmidt-Schule im Außenverhältnis. Zurückliegende Erfolge der vergangenen Jahre waren die dreifache Teilnahme der Tennis-Schulmannschaft „Mädchen“ beim Bundesfinale in Berlin. Zu den Schulmannschaften zählen die Teams aus den Sportarten Tennis, Golf, Fußball und Hockey.

Kooperationen: Die Anna-Schmidt-Schule unterhält Kooperationen mit namhaften Frankfurter Vereinen, wie der Frankfurter Eintracht und der DFL (Deutsche Fußballliga).

Das Präventionskonzept der Anna-Schmidt-Schule wurde in den letzten Jahren um ein breites Spektrum an Maßnahmen erweitert und in seiner Ausrichtung neu strukturiert.

Basis eines guten Miteinanders und einer konstruktiven Zusammenarbeit bildet die Erziehungsvereinbarung, die von einem Gremium bestehend aus Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern entwickelt wurde. Sie ist Ausdruck einer bewusst gestalteten Partnerschaft aller Mitglieder unserer Schulgemeinde. In ihr sind grundlegende Aufgaben und Verantwortungsbereiche aller Mitglieder der Schulgemeinde aufeinander bezogen abgestimmt und schriftlich festgehalten. Sie will für die gemeinsame Verantwortung und geteilten Aufgaben in einer guten Schulgemeinschaft sensibilisieren und Klärung schaffen. Sie bildet die Grundlage für weitere Präzisierungen und Konkretisierungen unter Berücksichtigung der Altersstufe der Kinder innerhalb bestimmter Lerngruppen/Klassen und bildet somit auch das Fundament für weitere präventive Maßnahmen.

In der Sekundarstufe I werden mit Hilfe des Mentorenprogramms und der Schüler- und Schülerinnenvertretung, die die Integration der Lernenden unterstützen, sowie im Rahmen der Kennenlernfahrt der 5. Klassen Teambuilding, Konflikt- und Problemlösekompetenz gefördert. Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern sind Teil des Erwachsenwerdens – das Erlernen eines kompetenten, konstruktiven und immer selbständigeren Umgangs mit derartigen Situationen ist daher wesentlich.

Das Sozialpraktikum in der E-Phase der Sekundarstufe II soll darüber hinaus die Empathiefähigkeit, Wahrnehmung und Übernahme sozialer Verantwortung sowie Bewusstsein und Umsetzungsfähigkeit bezüglich eigener Grenzen der Schülerinnen und Schüler fördern.

Zusätzlich werden in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen Problembereiche, für die Kinder und Jugendliche im entsprechenden Alter besonders sensibel sind bzw. mit denen sie in Berührung kommen können, aufgegriffen. Beispiele hierfür sind die Gebiete „Rauchen“ oder „HIV/Hepatitis“.

Bezüglich bestimmter Risikobereiche gibt es darüberhinausgehend primär-präventive Angebote für alle drei Dialoggruppen (Schülerinnen/Schüler, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte). Ziel dieses „Drei-Säulen-Ansatzes“ ist es, mit entsprechenden Veranstaltungen bei allen Beteiligten ein höchstmögliches Problembewusstsein, einen umsichtigen Umgang und Lösungsideen bezüglich des Risikobereichs zu wecken.

Insbesondere das Einbeziehen der Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte erhöht die Wirksamkeit der Programme um ein vielfaches und ist daher für die Anna-Schmidt-Schule ein fester Bestandteil innerhalb des Präventionskonzepts. Im Fokus stehen hier vor allem die Bereiche Neue Medien, Essstörungen sowie Alkohol/Drogen.

Ergänzt wird das Präventionskonzept durch sekundär-präventive Maßnahmen, die wir situationsbezogen gezielt auswählen und mit den jeweiligen Schülerinnen/Schüler bzw. Klassen durchführen. Außerdem werden in den einzelnen Unterrichtsfächern seitens der Lehrkräfte begleitend präventive Themen aufgegriffen.

Die Anna-Schmidt-Schule bietet Schülerinnen und Schülern eine offene Nachmittagsbetreuung an, die seit ihrem Beginn im Sommer 1981 zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.

Nachmittagsbetreuung Grundschule

Im Anschluss an die Verlässlichen Grundschule bis 14.00 Uhr findet eine Nachmittagsbetreuung bis 16:00 Uhr bzw. 17:00 Uhr statt. Unsere Betreuung basiert auf einem offenen Konzept, bei dem sich die Kinder individuell am Nachmittag entfalten und so ihre Freizeit gestalten können. Mehr dazu finden sie hier.

Ferienbetreuung

Zusätzlich bieten wir vier Wochen im Jahr eine Ferienbetreuung wie im Kinderhause an. Mehr dazu finden Sie hier.

Hausaufgabenstunden Gymnasium

Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5–7 werden Hausaufgabenstunden angeboten. Diese  finden – je nach Betreuungsvertrag ab 14.00 Uhr bis 16.00 oder 17.00 Uhr – statt. Genutzt werden dafür die Räume der 5. und 6. Klassen in Haus 3. Mehr dazu finden Sie hier.

Das Gymnasium Nieder-Erlenbach der Anna-Schmidt-Schule liegt im nordöstlichen Grüngürtel Frankfurts, nahe der Kurstadt Bad Vilbel.

Ein moderner Schulcampus mit großen Frei- und Spielflächen und einem Makerspace sorgt für eine kindgerechte Lernumgebung, in der die rund 430 Schülerinnen und Schüler behütet aufwachsen können. Im Zentrum des Campus` „wacht“ die denkmalgeschützte Glauburg über die Kinder und erinnert an die geschichtsträchtige Vergangenheit der Schule.