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Acht junge Menschen in formeller Kleidung vor Skyline-Projektion.

Machen Kleider wirklich Leute?

Gymnasien
Ein Sozialexperiment im Ethikkurs 01 der 8. Klassen

Viele erinnern sich an die Novelle „Kleider machen Leute“ von Gottfried Keller: Ein Schneider kleidet sich edel und wird mit einem Grafen verwechselt, er spielt das Spiel mit, der Spuk fliegt auf, der Schneider geht ins Exil und verliert fast seine neue Liebe, heiratet diese schließlich und kommt mit seiner Schneiderei letztlich doch noch zu Reichtum. Aber machen Kleider nun wirklich Leute? Schülerinnen und Schüler aus dem Ethikkurs 01 in der achten Klasse gingen in der vergangenen Woche genau dieser Frage nach.

Unser soziales Experiment bestand darin, dass wir einen Tag lang in Businesskleidung in die Schule gegangen sind, um zu sehen, ob sich dadurch unser Verhalten ändern würde.

Am 11.02.2026 startete dieses: Wir verabredeten uns zu einem Businessfrühstück, bei dem wir besonders auf die Knigge achteten. Zuerst boten die Herren den Damen einen Platz an. Daraufhin holten die Damen gemeinsam mit den Herren ihr Essen. Erst danach begann das eigentliche Experiment.

In einer angenehmen Atmosphäre fingen wir an, miteinander zu sprechen, und es fiel ein deutlicher Unterschied auf: das Reden war deutlich höflicher und seriöser. Außerdem war die Aufmerksamkeit stark auf eine gute Haltung gelenkt, und man fühlte sich selbstbewusst und selbstsicher.

Um unsere Frage zu beantworten: Ja, Kleider machen irgendwie schon Leute. Als Teilnehmende dieses Experiments haben wir die wichtige Erkenntnis gewonnen, dass Menschen in „schicker“ Kleidung oft als selbstbewusster, seriöser und vertrauenswürdiger wahrgenommen werden als Menschen in „lockerer“ Kleidung. Insgesamt geben sie ein positiveres Bild von sich ab.

Saahas Pankaj Surayanshi (8f) für den Ethikkurs 01 der 8. Klassen

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