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Gruppe vor 'Cuenca'-Schriftzug mit historischen Gebäuden im Hintergrund.

Zwischen Alltag und Kultur – Sprachreise nach Cuenca

Gymnasien
Schülerinnen und Schüler berichten von ihrer Sprachreise

Bericht 1 von Nele Firle, Lia Hagel, Stella Maaß, Emily Steinmeyer und Carla Weinand

Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen aus Frankfurt und der 9. Klassen aus Nieder-Erlenbach nahmen dieses Jahr im Rahmen der Spanischkurse vom 15.03. bis zum 20.03.2026 an einer Sprachreise teil. Diese fand in Cuenca, einer 53.000-Einwohner-Stadt in der spanischen Autonomen Region Kastillien-La Mancha, statt. Bei dieser Reise handelte es sich allerdings nicht um einen Austausch, sondern um eine alleinige Reise der Schülerinnen und Schüler nach Spanien.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns alle am Flughafen. Geplant war ein ungefähr zweistündiger Flug nach Madrid und anschließend eine ebenfalls zweistündige Weiterfahrt mit dem Bus nach Cuenca. Anfangs verlief alles problemlos, bis wir aufgrund von technischen Problemen dreimal das Flugzeug wechseln mussten, was unsere Weiterreise um fast drei Stunden verlängerte. Aber auch diese Verzögerungen milderten unsere Vorfreude nicht. Endlich losgeflogen und in Madrid angekommen, trennten wir uns in zwei Gruppen – Cuenca und Salamanca. In diesen vorher festgelegten Gruppen verbrachten wir die nächste Woche an den jeweiligen Standorten. Außerdem erfolgte in diesen Gruppen dann unsere Weiterreise mit dem Bus. Während der Busfahrt stieg die Aufregung immer mehr.

Angekommen in Cuenca war direkt das erste Aufeinandertreffen mit unseren Gastfamilien und wir wurden von ihnen zu unserem Zuhause für die nächste Woche geführt.

In unseren Gastfamilien waren wir entweder zu zweit oder alleine untergebracht. Die Familien wurden immer möglichst passend zu der jeweiligen Schülerin bzw. dem jeweiligen Schüler ausgewählt, dies wurde mithilfe eines Fragebogens ermittelt. Jedoch waren nicht immer Kinder bzw. gleichaltrige Kinder in den Gastfamilien. Doch dies stellte kein Problem dar. Die Gastfamilien waren sehr nett und immer stets bemüht, dass wir uns wohlfühlen und gut versorgt sind. Durch unseren Aufenthalt in Gastfamilien konnten wir die spanische Kultur besser kennenlernen und natürlich auch unsere Sprachkenntnisse verbessern. Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit unseren Gastfamilien. Doch wohnten manche Familien weit außerhalb, weshalb sich das Heimkehren abends teilweise etwas schwieriger gestaltete. Allerdings konnte auch dieses Problem durch beispielsweise das Abholen seitens der Gastfamilien gelöst werden.

Während unseres Aufenthaltes in Cuenca haben wir nahezu täglich die Sprachschule „Trivium“ besucht. Die Sprachschule Trivium ist seit der Gründung 1975 eine sehr engagierte Lehranstalt die Deutsch, Englisch, Französisch und natürlich Spanisch lehrt.

Vor Ort wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt. Dabei wurde berücksichtigt, dass jeder mit seinen Freunden in eine Gruppe kommt, was den Unterricht sehr viel angenehmer machte. So konnten wir uns gegenseitig helfen, gemeinsam neue Dinge lernen und hatten gleichzeitig viel Spaß. Insgesamt hatten wir 20 Stunden Unterricht, wobei wir unsere Spanischkenntnisse verbessert haben. Der Unterricht wurde abwechslungsreich und kreativ gestaltet. So kamen während unserer Zeit in Cuenca mehrere Lernmethoden zum Einsatz – Rollenspiele, Diskussionen, Kahoots … Auch stand jeden Tag ein neues Thema im Mittelpunkt – Aparatos eléctricos (elektrische Geräte), Ciudad contra Campo (Stadt gegen Feld) und Rasgos de Carácter (Charaktereigenschaften) sowie viele weitere Themen. Auch wurden wir auf die freiwillige Dele-Prüfung vorbereitet. Nicht nur die Themen wurden stündlich gewechselt, auch die Lehrkräfte wechselten sich gegenseitig ab. Teilweise konnten die Lehrkräfte kein Deutsch, dennoch konnten wir uns sehr gut verständigen. Der Besuch in der Sprachschule war insgesamt eine gute Mischung aus Unterricht sowie kreativen Aufgaben.

Vor dem Hinflug hat jeder von uns ein Tagebuch erhalten mit der Aufgabe, dieses während unseres Aufenthalts in Spanien auszufüllen. Ein Auszug daraus auf Deutsch zeigt exemplarisch auf, was wir so alles Spannendes unternommen haben:

Am dritten Tag machten wir uns gemeinsam mit der Gruppe auf den Weg zum Wochenmarkt von Cuenca. Dieser ist ein berühmter und traditionsreicher Markt, der jeden Dienstag von acht Uhr morgens bis zwei Uhr nachmittags stattfindet. Bei einem solchen Marktbesuch darf natürlich Spaniens berühmtestes Frühstück nicht fehlen – Chocolate con Churros – ein iberisches Fettgebäck aus länglichem Spritzkuchenteig mit einer Tasse Schokolade.!“

Nach einer weiteren Unterrichtsrunde in der Sprachschule besuchten wir anschließend noch eine normale städtische Schule, bei der wir tolle Bekanntschaften mit den spanischen Schülerinnen und Schülern machten.“

Danach ging es weiter zur Kathedrale, die als Kulturgut anerkannt ist. Nach so viel Kultur sorgte die Wanderung hinauf zum „Cerro del Socorro“ für willkommene Abwechslung. Der berühmte Aussichtspunkt bietet einen spektakulären Panoramablick auf die Altstadt, die Hängenden Häuser (Casas Colgadas) und die Schluchten des Flusses Huécar. Auf dem Gipfel befindet sich eine Statue des Heiligsten Herzens Jesu (Sagrado Corazón de Jesús). Der Aufstieg war zwar recht anstrengend, doch die beeindruckende Aussicht über Cuenca und die umliegenden Schluchten machte jede Mühe mehr als wert.“

Auch die anderen Tage waren vollgepackt mit spannenden, interessanten und lustigen Unternehmungen wie dem Ausflug ins Hochgebirge, der „Laguna de Uña“ und zum Felsenfenster „Ventano del Diabolo“. Eine Stadtralley mit interessanten Erfahrungen zu den Einheimischen und der Besuch eines Museums für abstrakte Kunst mit anschließendem Mal-Workshop rundeten den Spanien-Trip gelungen ab.

Unsere Sprachreise nach Cuenca war also ein voller Erfolg! Wir haben nicht nur unsere Spanischkenntnisse verbessert, sondern auch die Schönheit und Geschichte dieser faszinierenden Stadt entdeckt.

Ein Blick auf die Vor- und Nachteile der Reise zeigt, dass die Vorteile überwiegen. Zu den Pros zählen die Verbesserung der Spanischkenntnisse, das Kennenlernen der lokalen Kultur und Geschichte, unvergessliche Erinnerungen und neue Freundschaften sowie das abwechslungsreiche Programm. Allerdings war die Aufenthaltsdauer in Cuenca etwas zu kurz und es gab zu wenig Freizeit für eigene Erfahrungen.

Wir möchten uns bei allen für diese fantastische Reise bedanken. Es war ein unvergessliches Erlebnis, das wir nie vergessen werden!

Nele Firle, Lia Hagel, Stella Maaß, Emily Steinmeyer und Carla Weinand

 

 

Bericht 2 von Boris Kostadinov

Sprachreise nach Cuenca – fünf Tage voller Abenteuer

Am 15.03. war es endlich so weit: Die 8. Klasse aus der Stadtschule und die 9. Klasse aus Nieder-Erlebach machten sich auf den Weg nach Cuenca. Mit nur vier Stunden Verspätung startete unsere Reise also fast pünktlich – zumindest nach sehr kreativer Zeitrechnung. Danach ging es über Madrid weiter in eine Stadt, die uns sofort begeisterte.

Cuenca wirkt, als hätte jemand eine mittelalterliche Stadt einfach spektakulär zwischen Felsen und Schluchten gebaut. Enge Gassen, historische Häuser und überall Ausblicke, bei denen selbst die Handykamera plötzlich ihr Bestes geben musste.

Jeden Tag besuchten wir die Sprachschule Trivium, wo wir lernten, wie man sich im spanischen Alltag zurechtfindet. Noch wichtiger war allerdings, dass wir die berühmte spanische Gastfreundschaft selbst erleben durften. Bei einer Stadtrallye mussten wir Einheimische nach dem Weg oder nach Antworten fragen – und wirklich jeder half uns freundlich weiter. Manche stoppten sogar mitten im Gehen, nur um uns zu helfen. In Cuenca scheint Hilfsbereitschaft so selbstverständlich zu sein wie die Sonne am Himmel.

Ein besonderes Highlight war die Kathedrale von Cuenca. Schon von außen war sie beeindruckend, von innen noch mehr. Riesige Räume, kunstvolle Details und eine Atmosphäre, bei der selbst die lautesten Schüler kurz verstummten.

Unvergesslich war auch der Aufstieg zum Cerro del Socorro. Oben wurden wir mit einem unglaublichen Blick über die Altstadt, die Schluchten und die umliegende Landschaft belohnt. Spätestens dort war klar: Diese Stadt kann nicht nur Geschichte, sondern auch Panorama.

Ein weiterer Höhepunkt war unser Ausflug ins Hochgebirge. Zwischen Bergen, Wäldern und klarer Luft fühlte man sich plötzlich wie in einer anderen Welt. Der absolute Wahnsinn war jedoch der Ventano del Diablo – ein Aussichtspunkt so gewaltig, dass selbst die Gespräche für einen Moment pausierten.

Natürlich durfte auch das Essen nicht fehlen. Churros con Chocolate, leckere spanische Gerichte und viele neue Eindrücke sorgten dafür, dass niemand hungrig blieb.

Am 20.03. hieß es dann Abschied nehmen. Wir kamen mit Koffern nach Spanien und reisten mit Erinnerungen zurück. Cuenca war für uns nicht nur eine Sprachreise, sondern eine Woche voller Erlebnisse, neuer Erfahrungen und einer Stadt, die man so schnell nicht vergisst.

Boris Kostadinov

 

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