Am Mittwoch, dem 28. Oktober, durfte der Geschichte-Leistungskurs der Q1 an einem ganz besonderen Ereignis teilnehmen: Einer Stolpersteinverlegung in Gedenken an die in die USA geflohene Familie Rosenberg im Trutz 32, einer der Schule angrenzenden Straße.
Ein Hybrid aus Kunst und Denkmal sollen die Stolpersteine an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung aller Bevölkerungsgruppen an jenem Ort erinnern, an dem sie zuletzt freiwillig wohnten. So wollen der Künstler Gunter Demnig und die seit Initiierung des Projektes 1992/93 stark angewachsene Gruppe von Mitstreitern „den gepeinigten Menschen ihren Namen, ihr Gesicht und ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft zurückgeben“. Die Steine, die in Frankfurt schon länger fester Bestandteil des Stadtbilds sind, werden mittlerweile europaweit und häufig auch in unserem Fall immer noch durch Demnig selbst verlegt, der für seine Arbeit erst vor wenigen Tagen den erstmals vergebenen Hessischen Verfassungspreis erhielt.
Am Mittwoch aber wurde auch den Schülerinnen und Schülern eine wichtige Rolle zuteil: Sie durften, während der Künstler die in Beton gegossenen Messingplatten verlegte, die Biografien der Verfolgten vorlesen. Des Weiteren nahmen Nachfahren der in die USA vertriebenen Familie, extra aus New York City angereist, sowie ein Zeitzeuge teil und teilten ihre Perspektive der damaligen Ereignisse in bewegenden Ansprachen. So konnten die Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur hautnah miterleben.






