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Sechs Personen sitzen auf einer Bühne und lächeln.

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft der Schule

Allgemein
Gesprächsrunde zum 140. Geburtstag der Anna-Schmidt-Schule

Anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens lud die Anna-Schmidt-Schule am 23. März 2026 um 19:00 Uhr zu einer großen Gesprächsrunde in die Cafeteria der Stadtschule ein. Unter dem Titel „140 Jahre Schule im Wandel – im Dialog über Herkunft und Auftrag“ wurden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Schule beleuchtet.

Moderiert wurde der Abend von Lars Hierath, dem Schulleiter und Mitglied des Vorstands der Schule. Für die gastfreundliche Atmosphäre sorgten das Mensa-Team und Schülerinnen und Schüler der Q2 mit Getränken und kleinen Knabbereien.

Historischer Auftakt und Einordnung

Den inhaltlichen Rahmen setzte ein kurzer geschichtlicher Überblick zu Frankfurt im 19. Jahrhundert durch den Fachsprecherkoordinator und Geschichtslehrer Patrick Meyer-Adams. Er verortete die Entstehungszeit der Schule und schlug die Brücke von Herkunft und Tradition zum heutigen Bildungsauftrag.

Das Podium

Der Einladung auf das Podium waren folgende Gäste gefolgt, die unterschiedliche Perspektiven zusammenführten:

  • Ingrid Fuchs – ehemalige Kollegin und Autorin des Buches „‚Wir haben keinerlei Kompromisse geschlossen‘: Käthe Heisterbergk und die private Anna-Schmidt-Schule in Frankfurt während der Zeit des Nationalsozialismus“. Frau Fuchs beleuchtete die Schulgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus und insbesondere die Rolle der damaligen Schulleiterin. Ihr fundierter Einblick machte die Haltung der Schule in schwierigen Zeiten greifbar.
  • Artur Felz, langjähriger Kollege, schilderte Episoden aus seiner langen Amtszeit und zeigte anschaulich, wie sich Schulalltag, Didaktik und Schulkultur über Jahrzehnte gewandelt und zugleich Kontinuitäten bewahrt haben.
  • Kai-David Ortmann, Vorsitzender des Verwaltungsrats, brachte als Vater und Repräsentant des Schulträgers (Schulverein Anna Schmidt e. V.) die Perspektive der heutigen Rahmenbedingungen ein. Verantwortung, Ressourcen, strategische Entscheidungen und die Anforderungen an eine Schule in freier Trägerschaft.
  • Die Alumni-Stimmen – Generationen im Dialog: Katja Grzimek (Abitur 1987), Dr. Ralf Seinecke (Abitur 2000) und Dr. Mohammed Makansi (Abitur 2014) teilten prägende Erinnerungen an ihre Schulzeit. Als Ehemalige und teils als Eltern gaben sie einen besonderen Blick auf die Identität der Schule, auf Rituale, Beziehungen und Lernkultur frei.
    Haltung bewahren, Zukunft gestalten

Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und der Rolle Käthe Heisterbergks machte deutlich, wie unverzichtbar eine klare, wertebasierte Haltung ist — damals wie heute. Zugleich wurde aus Sicht von Lehrenden und Alumni sichtbar, wie lebendige Traditionen die Schule prägen, während sich Unterricht, Profile und Lernumgebungen kontinuierlich weiterentwickeln. Der Abend lebte vom gemeinsamen Austausch auf dem Podium und im Publikum: Persönliche Erinnerungen, launige Anekdoten und „Träume” für die Zukunft fanden gleichermaßen Raum.

Zum Abschluss rückte die zentrale Frage in den Fokus: Was ist die Hauptaufgabe der Schule in den kommenden Jahren und welche Herausforderungen gilt es zu meistern? 140 Jahre sind somit nicht nur ein Jubiläum, sondern auch ein Auftrag: Die Schule soll ihre Herkunft bewusst würdigen und ihren Bildungsauftrag gemeinsam, verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet weiterentwickeln. Im Zentrum steht, junge Menschen in einer sich wandelnden Welt zu stärken – kritisch, verantwortungsvoll und gemeinschaftsfähig.

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