Am Mittwoch, dem 3. Juni, füllten lebhafte Gespräche, neugierige Blicke und stolze Präsentationen den Arkadengang der Stadtschule: Schülerinnen und Schüler der Montessori‑Klassen 6a und 7a stellten ihre Jahresprojekte vor – ein bunter Parcours aus Ideen, handwerklichem Können und überraschenden Entdeckungen. Alle Lernenden, Mitarbeitenden und Lehrkräfte waren eingeladen, die Vielfalt der Ideen zu entdecken. Begleitet wurde die Planung und Umsetzung der Montessori-Projekte sowie deren Präsentation von Herrn Felz, der die Ergebnisse ebenfalls mit sichtbarer Freude begutachtete.
Die Montessori‑Projektarbeit ist eine Erweiterung der Freiarbeit am Gymnasium und gibt den Schülerinnen und Schülern die Freiheit, ein Thema oder einen Werkstoff selbst auszuwählen und eigenständig daran zu arbeiten. In der sechsten Klassenstufe handelt es sich noch um ein theoretisches Thema, in der siebten Klasse um ein handwerkliches Projekt. Dass dies kein bloßes Wochenendprojekt ist, sondern oft monatelange Arbeit verlangt, zeigten die ausgestellten Exponate. Sie ließen die Ausdauer und den Fleiß erkennen, die in jede Arbeit eingeflossen sind.
Die 6a setzte mit einer großen thematischen Bandbreite Akzente: Sportthemen von rhythmischer Sportgymnastik über Tennis, Golf und Faustball bis zu Skifahren, Eiskunstlauf und Reitsport. Technisch Interessierte beschäftigten sich mit Seilbahnen, Flugzeug‑Triebwerken und Künstlicher Intelligenz. Geografische Präsentationen nahmen die Gäste mit nach Rajasthan, in die Tier‑ und Pflanzenwelt Australiens, in den Yellowstone‑Nationalpark und zur mysteriösen Aura des Bermudadreiecks. Geschichtsprojekte beleuchteten Epochen wie die Qing‑Dynastie oder den Zweiten Weltkrieg. Daneben zeigte sich ein „bunter Strauß“ an Themen: Gefühle, Radioaktivität, Privatdetektive, ungewöhnliche medizinische Fragestellungen wie Klumpfüße, aber auch wirtschaftliche und kulturelle Themengebiete wie Wertpapiere, Schokolade, die Coca‑Cola‑Company oder Haribo – sachlich recherchiert und informativ aufbereitet.
Die 7a hatte schwerpunktmäßig handwerkliche und gestalterische Vorhaben realisiert. Aus theoretischen Themen wurden praktische Bauwerke — von Unterschlüpfen für Igel, Insekten und Vögel bis zu einer Hütte für Katzen und einem PC‑Gehäuse. Upcycling‑Ideen erweckten alte Stücke zu neuem Leben, etwa ein TV‑Board aus einer ausgedienten Kinderwerkbank; textile Unikate und selbstgebaute Seifenkisten zeigten handwerkliches Geschick und Erfinderfreude. In feiner Handarbeit entstanden Näh‑ und Webprojekte, ein loungiger Hängesessel, Badezimmersets oder selbstgemachte Beauty‑, Parfum‑ und Bienenprodukte — liebevoll präsentiert und mit Sinn fürs Detail. Spielerische Welten ergänzten das Spektrum: eine selbsterstellte Minecraft‑Welt, Origamifiguren, Ton‑Tic‑Tac‑Toe, Puppen und ein kleines Puppentheater ebenso wie technische Raffinessen von einer Hausaufgabenmaschine bis hin zu einem Mini‑Wasserkraftwerk.
Die Stimmung während des Projekttags war von ansteckender Begeisterung geprägt: Besucherinnen und Besucher lobten die Ideenvielfalt der Themen, die liebevolle Ausgestaltung der Exponate und die aufwändige Umsetzung. Viele Arbeiten wirkten wie kleine Meisterwerke. Besonders auffällig war, wie gut Theorie und Praxis hier zusammenfanden: Fachwissen wurde nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht.
Insgesamt war die Projektpräsentation der Montessori‑Klassen wieder ein inspirierender Tag: ein Ort, an dem Neugier, handwerkliches Talent und kreatives Denken zusammenkamen und so aus Ideen sichtbare, berührende und manchmal überraschende Ergebnisse wurden. Der Projekttag war ein voller Erfolg und zeigte, wie viel Potenzial und Kreativität in unseren Schülerinnen und Schülern steckt. Wir freuen uns schon auf die nächsten Projekte!



















